Rutschende Reifen und wilde Wellen – Wir haben Sie getestet

Nicht mehr lange und die ersten Badegäste können die atemberaubende Indoor-Wasserwelt Rulantica ausgiebig erkunden. Damit alles bestens funktioniert und vorbereitet ist, müssen vorab zahlreiche Tests durchgeführt werden. Wir waren selbstverständlich bei den ersten Durchläufen dabei und durften die Wasserattraktionen ausgiebig testen. Warum das sowohl aus technischen, wie auch aus Sicherheitsgründen erforderlich ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag. Zudem erwarten euch zwei exklusive On-Ride Videos der Rutschen „Stormvind“ und „Odinrås“!

Es ist 8:30 Uhr morgens und alle mutigen Tester warten schon gespannt in der Lobby des Hotels Krønasår, darunter auch wir. Stefan Jaufmann, der Leiter der Tests, prüft die Anwesenheit und führt die Gruppe anschließend zur Bademantel- und Handtuchausgabe. Nachdem jeder die benötigten Utensilien erhalten hat, geht es ab in die magischen Hallen von Rulantica. Zwar wird hier an der einen oder anderen Stelle noch gebaut, aber im Großen und Ganzen hat schon alles Form und Gestalt. Fast alle Attraktionen sind einsatzbereit und die beiden Rutschen, die wir an diesem Tag testen werden, sind sogar bereits in Betrieb.

Zunächst bekommen wir eine kurze Einweisung, in der Stefan Jaufmann uns erklärt, was es zu beachten gibt und wofür die Tests überhaupt durchgeführt werden. Um das nochmal genauer in Erfahrung zu bringen, haben wir ihn interviewt.

 

 

Hallo Stefan, wie viele Tester sind wir heute?
Heute sind wir ca. 20 Personen, wir benötigen für die Tests nämlich zwischen 20 und 30 Personen pro Tag.

An sich eine recht große Gruppe. Wofür werden diese Personen benötigt und warum so viele?
Bevor eine Rutsche vom TÜV die Freigabe erhält, muss sie mindestens 100 mal gerutscht werden. Das hängt damit zusammen, dass sich die Rutsche anders verhält, wenn sie erst einmal eingerutscht ist. Daher werden die Rutschen während der Tests fortlaufend eingestellt.

Inwiefern verhält sich die Rutsche anders und was kann man an einer Rutsche einstellen?
Sie wird schneller. Die Tester werden merken, dass zwischen dem ersten und dem letzten Durchgang ein klarer Geschwindigkeitsunterschied liegt. Um diesen allerdings so anzupassen, dass am Rutschenausgang nichts passiert oder das Wasser überschwappt, wird der Wasserfluss reguliert. Der Wasserstand im Auffangbecken muss ebenfalls stimmen.

Was ist das Besondere an den Rutschen hier?
Wie im Park sind es Attraktionen, die von einer einzigartigen und beeindruckenden Thematisierung umgeben sind. Es ist ein Erlebnis, bei dem es neben dem Rutschen auch viel zu sehen gibt.

Wie bist du eigentlich in diese Position gekommen?
Ich bin bereits seit 12 Jahren im Europa-Park und habe damals bei „Poseidon“ als Mitarbeiter im Bereich Attraktionen angefangen. Später wurde ich Teamleiter, dann Supervisor der Attraktionen und konnte über die Jahre genügend Erfahrung im Europa-Park sammeln, um diese nun in Rulantica einzusetzen.

 

Stefan Jaufmann, Supervisor der Wasserwelt Rulantica, leitet die umfangreichen Rutschentests
Stefan Jaufmann, Supervisor der Wasserwelt Rulantica, leitet die umfangreichen Rutschentests

 

Nach dem Gespräch beginnen die Tests. Während den ersten zehn Durchläufen schien das ständige Treppensteigen etwas anstrengend. Jedoch hat die Euphorie und der Spaß uns dieses Gefühl schnell vergessen lassen. Die Rutschen waren wirklich der Hammer! Wie ihr sehen werdet, ist der Geschwindigkeitsrausch vorprogrammiert. Die erste Rutsche, die wir testen durften, ist die „Stormvind“ im Themenbereich „Vinterhal“. Mit Highspeed startet die Fahrt zu zweit hintereinander in einem Doppelreifen und führt in einen riesigen Strudel, durch dessen Mitte wir in die Tiefe gesaugt wurden.

 

 

Als zweite Rutsche auf der Tagesordnung stand „Odinrås“ – „Hugin“ & „Munin“. An manchen Stellen erlaubt die Doppelrutsche einen Blick in die benachbarte Röhre und weckt damit den Kampfgeist der Rutschenden. Wir haben es ausprobiert und konnten uns mit den anderen Testern ein spannendes Rennen liefern.

 

 

Doch nicht nur die Rutschen sind schon einsatzbereit. Auch das Herzstück der Indoor-Wasserwelt, das große Wellenbad, ist schon in Betrieb. Hier waren wir ebenfalls vor Ort und haben den ersten Test miterlebt.

 

Erste Wellen strömen an den „Skip Strand“
Erste Wellen strömen vom „Surf Fjørd“ an den „Skip Strand“

 

Der „Surf Fjørd“ liegt im Zentrum der neuen Wasserwelt und beeindruckt nicht nur optisch, sondern auch technisch. Zwei Hochleistungsmotoren treiben die beiden Gebläse an, welche wiederum mittels Luftdruck und sechs Luftklappen die Wellen hervorbringen. Dadurch können nicht nur die Höhe und Stärke, sondern auch die Struktur der Wellen individuell festgelegt werden. Die charakteristischen sich rollenden oder aber auch spitz zulaufende Wellenarten können so künstlich erzeugt werden. Übrigens kann durch das Einsetzen der Luftzylinder auf mechanische Öle und umweltschädliche Betriebsstoffe verzichtet werden.

 

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Die Beleuchtung des Wellenbads ist dank aufwendiger Lichteffekte, einem bunten Farbenspiel und Musikbegleitung ein einzigartiges Spektakel. Wird es abends dunkel, so kommt die Unterwasserbeleuchtung besonders gut zum Vorschein und bringt den gesamten Pool zum Leuchten.

„Ein magisches Erlebnis für die ganze Familie, bei dem Gänsehaut vorprogrammiert ist“ – Florian Wendling, Elektriker in der Abteilung Betriebstechnik Rulantica

 

Bei den Tests ist alles bestens koordiniert
Bei den Tests ist alles bestens koordiniert

 

Die Eindrücke trügen nicht, Rulantica steht kurz vor der Fertigstellung. Nicht mehr lange und all die Kabel, Eimer und Absperrungen, die nun noch zu sehen sind, werden verschwunden sein. Wir sind nach diesem Tag noch gespannter darauf, wie es nun weitergeht. Auch wenn wir euch hiermit einen kleinen Einblick geben konnten, gibt es dennoch viele weitere Attraktionen zu entdecken. Am 28. November ist es endlich soweit und die ersten Badegäste können sich auf die Reise nach Rulantica begeben. Wir können es kaum erwarten, die einzigartig thematisierte Wasserwelt zu entdecken, alle Rutschen auszuprobieren und die Seele in der „Skog Lagune“ baumeln zu lassen.

Wollt ihr noch mehr Erfahrungsberichte der ersten Rutschentester hören? Dann schaut in der Mediathek des EP Radio vorbei!

 

 

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