Die Reise der Kürbisse

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. 180.000 Kürbisse und mehr als 150 schrecklich-schöne Halloweenfiguren müssen noch bis zum 26. September an Ort und Stelle gelangen, damit der Europa-Park in seinem unverwechselbaren Herbst-Look erstrahlen kann und die Besucher in ein Meer voller Kürbisse eintauchen. Dafür benötigt es aber einiges an Organisation. Der Betriebsleiter der Dekorationswerkstatt im Europa-Park, Klemens Hedrich, koordiniert den Aufbau der einzigartigen Halloweenszenen. Die herbstliche Verwandlung von Deutschlands größtem Freizeitpark dauert fast einen ganzen Monat. Zusammen mit der Gärtnerei stimmt sich das Team rund um Klemens Hedrich ab, plant Jahr für Jahr die aufwendigen Szenen und hält die meist skurrilen Figuren in Stand. Wir durften den Deko-Profi bei den letzten Vorbereitungen für die Halloweensaison begleiten und sind ganz erstaunt auf welchen Wegen die Kürbisse vom Feld bis in den Europa-Park gelangen.

Dekorateur Klemens Hedrich koordiniert den Aufbau der über 150 Halloweenfiguren
Dekorateur Klemens Hedrich koordiniert den Aufbau der über 150 Halloweenfiguren

 „Der Aufbau der Halloweendekoration ist nach vielen Jahren Erfahrung mittlerweile ein Selbstläufer. Alle Beteiligten machen das schon seit Jahren und sind absolute Experten auf ihrem Gebiet. Man weiß schon, wer für was zuständig ist“, sagt Hedrich gelassen.

18 Personen beschäftigen sich dann mehr als zwei Wochen hauptsächlich mit Geistern, Vampiren oder Skeletten und bringen diese mit E-Wagen, Anhänger und Stapler an Ort und Stelle. Das bedeutet aber auch eine ganze Menge Arbeit und vor allem gute Organisation. Jeden Morgen um 6 Uhr startet das Team und sobald die ersten Gäste gegen 9 Uhr in den Europa-Park kommen, geht es für die meisten Dekorateure dann Backstage weiter.

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Feinschliff für den Grusel

In der Werkstatt am Wasserkraftwerk an der Alten Elz, die durch den Europa-Park verläuft, wird auch noch in den Tagen kurz vor Beginn der Halloweensaison an den letzten Details gearbeitet. Wenn eigentlich schon nahezu alle Dekoelemente auf dem Parkgelände an ihrem Platz sind, bekommen die grimmigen Gesichter einiger Monster und Zombies nochmal frische Farbe aufgetragen, damit deren grausame Grimassen den Besuchern später noch eher den Atem stocken lassen. Eine Neuheit in diesem Jahr: Derzeit entsteht ein Fotopunkt in Form eines riesengroßen Kürbisses, durch dessen Augen- und Mundöffnungen mutige Gäste ihre Köpfe für ein Erinnerungsfoto stecken können.

Ein Künstler der Dekowerkstatt hat diesen schaurig-schönen Fotopoint für die Gäste gestaltet
Ein Künstler der Dekowerkstatt hat diesen schaurig-schönen Fotopoint für die Gäste gestaltet

Halloween will vorbereitet sein

Die gesamte Halloweendekoration lagert in Herbolzheim, nur wenige Kilometer entfernt von Rust.  Ab Mitte August wird die Deko aus dem riesigen Außenlager in den Europa-Park transportiert. Die reinen Aufbauarbeiten dauern dann zwei Wochen.

„90 Prozent der Deko steht schon eine Woche vor Beginn der Halloweensaison auf dem Parkgelände, sodass unsere Dekorateure noch genug Zeit haben, die Gestaltung nachzubessern. Schließlich soll am 26. September alles perfekt sein“, erklärt Klemens Hedrich.

Bei den über 150 Halloweenfiguren und den unzähligen weiteren Dekoelementen gibt es eigentlich immer etwas für die engagierten Mitarbeiter der Dekowerkstätten zu tun. Da kommt es auch mal vor, dass die stetige Pflege etwas länger dauert als geplant oder spontane Schönheitskorrekturen während der Saison durchgeführt werden:

„Dekoelemente, die noch ausgebessert werden mussten, werden nachträglich aufgestellt. Das hat jedoch den Vorteil, dass es auch im Verlauf der Halloweenzeit immer wieder Neues zu entdecken gibt. Gerade das macht Wiederholungsbesuche im Herbst so attraktiv.“

Viele Figuren wechseln von Saison zu Saison ihren Standort oder machen auch mal eine kleine Pause. Wo finden wir in diesem Jahr wohl den großen Drachen? Abwechslung ist in der Halloweensaison in jedem Fall garantiert!

Wo sich der Drache wohl in diesem Jahr versteckt? Augen auf bei einem Spaziergang nach Österreich!
Wo sich der Drache wohl in diesem Jahr versteckt? Augen auf bei einem Spaziergang nach Österreich!

Für Klemens Hedrich sind die große Kürbispyramide im Russischen Themenbereich, die mit 800 Kürbissen bestückt ist, und der Kleine Horrorladen in der Deutschen Allee die aufwendigsten Projekte zu Halloween.

„Für den Aufbau des Kleinen Horrorladens benötigen wir großes Gerät. Ein mobiler Kran und viele Personen bauen den Shop in einer einzigen Nacht auf, sodass unsere Gäste davon nicht gestört werden. Jedes Jahr eine Meisterleistung meines Teams!“

Die Dekoabteilung koordiniert sich beim Aufbau für Halloween stark mit der Gärtnerei. So sind neben den 18 Dekorateuren auch 45 Gärtner im Einsatz, die die unzähligen Kürbisse verteilen und die Herbstbeete pflegen.

„Die Kürbispyramide ist eines von vielen Beispielen unserer grandiosen Zusammenarbeit“, betont Hedrich. „Wir installieren die Grundkonstruktion inklusive atmosphärischer Beleuchtung, die später durch die weiße Folie hindurchscheint, und die Gärtnerei bestückt die Pyramide später dann liebevoll mit den 800 Kürbissen.“

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Ein Meer voller Kürbisse

Vom weißen Ufo über den grünen Zwerg bis hin zum Erdnuss-Riesen gibt es zu Halloween im Europa-Park alle Farben und Formen zu bestaunen. Mehr Kürbisdeko gibt es nirgends in Deutschland. Auf knapp 20 Hektar Fläche wachsen die Herbstfrüchte direkt in der Region. Über 80 Sorten reifen auf den Feldern in Schwanau-Wittenweier bei Landwirt Peter Rauer. Seit 25 Jahren beliefert er den Europa-Park zu Halloween mit Kürbissen in Bio-Qualität.

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Die verschiedenen Sorten werden nach Themenbereichen sortiert, um ein besonders harmonisches Bild abzugeben. Gleich nach dem Haupteingang in der Deutschen Allee werden die Besucher vor allem mit dem typischen Halloween-Kürbis Renegade begrüßt.

Wieviel Arbeit hinter der Natur-Deko steckt, wird bewusst, wenn man weiß, dass jeder der 180.000 Kürbisse mindestens sechs Mal durch die Hände der Landwirte und Gärtner wandert bis er an seinem Platz liegt – bei der Ernte auf den Schwad, von dort auf den Anhänger, der die Früchte zum Bauernhof transportiert, ab in ein Wasserbecken und nach zwei Waschgängen weiter in große Kisten, die dann letztlich in den Europa-Park gebracht werden. Dort werden die Kürbisse dann von vielen kleinen Teams der Europa-Park Gärtnerei in die 15 europäischen Themenbereiche an ihren Platz für die nächsten fünf Wochen gebracht.

In diesem Jahr liegt der ein oder andere Kürbis noch ein paar Wochen länger im Europa-Park, denn dank HALLOWinter dürfen sich Besucher bis zum 27. November an Gespenstern und Hexen erfreuen. Im November gibt es dann den einzigartigen Mix aus schaurig-schöner Halloweenzeit und traumhaften Winterwochen zu bestaunen. Auch für diesen verlängerten Zeitraum eignen sich Kürbisse ganz besonders gut als Dekoration, da sie bis zu einem Jahr lagerfähig bleiben wie Peter Rauer selbst getestet hat.

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Auch Dekorateur Klemens Hedrich freut sich, wie die vielen Kürbisse die Halloweenfiguren und -szenen ausschmücken. „Gerade die herbstliche Stimmung durch die vielen schönen Kürbisbeete und Pflanzen finde ich superschön!“ In Zusammenspiel mit Hedrichs Halloweenfiguren entsteht die unverwechselbare Herbstszenerie in Deutschlands größtem Freizeitpark. Ab dem 26. September ist dann alles bereit für den ultimativen Herbst für die ganze Familie im Europa-Park.