Das knöcherne Herzstück hängt

Normalerweise wäre ein Skelett in der Hotellobby ein guter Grund, schnell wieder rückwärts aus der Tür zu verschwinden. Im „Krønasår“ handelt es sich dabei jedoch um das gewaltige Wahrzeichen und das größte Ausstellungsstück des neuen Museumshotels. Denn dort werden die Gäste von dem Skelett der legendären Meeresschlange aus der Rulantica-Saga in Empfang genommen, welches sich über die sieben Stockwerke des Gebäudes hinabschlängelt. Der Name des gigantischen Gerippes: „Svalgur“. Ihr Schöpfer: Jörg Steegmüller. Ihn durften wir bei seiner Arbeit im sechsten Haus des Europa-Park Hotel Resorts besuchen.

Jörg Steegmüller ist stolz auf sein bislang größtes Projekt: Das Skelett der Svalgur in der Lobby des "Krønasår"
Jörg Steegmüller ist stolz auf sein bislang größtes Projekt: Das Skelett der Svalgur in der Lobby des „Krønasår“

In den vergangenen 25 Jahren hat Jörg Steegmüller bereits zahlreiche Projekte für den Europa-Park umgesetzt, darunter Figuren und Puppen für die Geisterbahn im Italienischen oder das Voletarium im Deutschen Themenbereich. Mit ihren 34 Metern Gesamtlänge stellt „Svalgur“ jedoch sein bislang größtes Projekt dar: Zwölf Mitarbeiter haben seit Januar mit Hochtouren an der Figur gearbeitet. Diese besteht aus 73 Wirbeln, die von Steegmüller und seinem Team einzeln aufgehängt wurden.

„Für die Anfertigung des Svalgur-Skeletts habe ich eigens eine Halle angemietet. Meine Mitarbeiter und ich sind damit bestens gerüstet, um große Skulpturen zu modellieren.“

Die größte Herausforderung in der Konstruktion und der Aufhängung war das Gewicht, erzählt Steegmüller, denn „Svalgur“ muss gleichzeitig leicht und stabil sein. Summiert bringt die Meeresschlange aus Hartschaum und glasfaserverstärktem Kunststoff nicht einmal zwei Tonnen auf die Waage. Die genaue Zusammensetzung der Materialien verrät der Künstler allerdings nicht – sein persönliches Geheimrezept garantiert Langlebigkeit und besonders hohe Stabilität.

Aus 21 Metern Höhe schwingt sich das Skelett der Svalgur die Eingangshalle hinab
Aus 21 Metern Höhe schwingt sich das Skelett der Svalgur die Eingangshalle hinab

„Die Svalgur ist für die Ewigkeit gemacht. Wir haben die Skulptur so konstruiert und gebaut, dass keine Schrauben nachgezogen werden müssen und die Farben nicht verblassen. Vielleicht komme ich in vielen Jahren mit seinem Sohn und seiner Familie hierher. Die Svalgur wird dann immer noch unverändert hängen.“

Neben Skulpturen und animatronischen Figuren hat Jörg Steegmüller auch verschiedene Miniaturmodelle für den Europa-Park angefertigt. Darunter das Modell für die Neueröffnung der „Piraten in Batavia“ in 2020, das Rulantica-Modell sowie auch eine Miniaturversion des „Krønasår – The Museum Hotel“. „Es ist wirklich surreal“, schwärmt der Künstler, „ich stehe verkleinert in meinem Modell.“ Gerade diese Abwechslung ist es, die der gelernte Grafikdesigner an seinem Beruf liebt.

„Ich definiere mich über die Vielseitigkeit. Von Miniaturmodellen zu gigantischen Skulpturen und wieder zurück. Das macht für mich den Reiz aus.“

"Meine Intention ist es, dass jedes Teil so aussieht, als hätte man mindestens ein Jahr daran gearbeitet!"
„Meine Intention ist es, dass jedes Teil so aussieht, als hätte man mindestens ein Jahr daran gearbeitet!“

Dabei immer im Blick: Die Liebe zum Detail, die auch im Herzstück des „Krønasår – The Museum-Hotel“, also in „Svalgur“, steckt. Aber nicht nur die Lobby des Hotels wird eine Meeresschlange von Jörg Steegmüller schmücken. Auch in der Wasserwelt „Rulantica“ wird sie auftauchen und im thematisierten Bereich „Vinterhal“ ihr zuhause haben; mit einer Höhe von acht Metern und komplett aus Eis. Das wirkliche Highlight dabei für alle künftigen Badegäste: „Svalgur“ wird im wahrsten Sinne des Wortes erlebbar, weil zu berutschen sein.

Mit Karacho durch "Svalgurs" Schwanz - in Rulantica ist die legendäre Meeresschlange hautnah zu erleben
Mit Karacho durch „Svalgurs“ Schwanz – in Rulantica ist die legendäre Meeresschlange hautnah zu erleben

Wer weitere spannende Informationen rund um „Svalgur“ und deren Montage erfahren möchte, der darf gerne nachfolgendes Interview mit Jörg Steegmüller anhören. Der Künstler steht darin Rede und Antwort, was die Meeresschlange betrifft:

Nach oben
Wir verwenden Cookies um besser zu verstehen, wie Sie unsere Webseite nutzen, um den Webseiteninhalt auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und Ihnen das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Mit der weiteren Verwendung der Webseite akzeptieren Sie unsere Datenschutzerklärung. Mehr erfahren