Bsssssss! Im Anflug auf das Bienenpavillon

Forscher und Entdecker unter euch aufgepasst: Wie ihr vielleicht bereits wisst, wird das „Krønasår“ thematisch wie ein Naturkundemuseum gestaltet. Doch nicht nur im Erlebnishotel selbst könnt ihr spannende Facts erkunden, sondern auch um das komplette Wasserparkgelände herum. Mit der „Arbeitsgruppe Ökologie“ wurde vor ca. drei Jahren ein Projekt ins Leben gerufen, das sowohl schützend für die Tier- und Pflanzenwelt als auch faszinierend für Besucher aller Altersgruppen ist. Jürgen Sedler, Gärtnermeister und Leiter der hauseigenen Gärtnerei des Europa-Park, hat uns über eines der Großprojekte zum Thema Natur auf dem Wasserparkgelände und den dazugehörigen Maßnahmenkatalog des Bundeslandes Baden-Württemberg aufgeklärt.

Jürgen Sedler auf der Baustelle der Wasserwelt „Rulantica“

Das Projekt zeigt die Perfektion und Qualität des Europa-Park

Jürgen Sedler macht die Auflagen des Landes an einem Beispiels fest: „Wir hatten die Vorschrift 28 neue Nistkästen in dem an „Rulantica“ angrenzenden Waldgebiet zu verteilen. Letztendlich waren es insgesamt 60 Stück, die wir aufgehängt haben“.

Um zu dokumentieren, welcher Vogel es sich in den Nistkästen gemütlich gemacht hat, werden diese in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Da aufgrund des Baus der bisherige Lebensraum der dort lebenden Tiere stark verändert wird, sind ökologische Ausgleichsmaßnahmen notwendig. Ein weiteres Großprojekt der Arbeitsgruppe ist ein Wild- und Fledermauskorridor für alle Waldbewohner, die dank eines sich über vier Kilometer erstreckenden Wildschutzzauns entlang der Straße und zwei Unterführungen sicher von einem Waldstück zum anderen gelangen können. Das schützt nicht nur das Wild selbst, sondern auch uns Menschen.

Fleißige Wasserpark-Bienen

Außerdem können Wanderer, Anwohner und Besucher auf den „Rulantica-Gelände“ insgesamt acht Bienenvölker à 50.000 Bienen bestaunen und beim Bestäuben der Wildblumen auf den naheliegenden Feldern zusehen. „Zwar gehören die Bienen einem Imker aus der Region, doch mittlerweile ist auch hier eine Kooperation entstanden“, berichtet Sedler. Da dem Europa-Park Regionalität sehr wichtig ist, wird der Honig der „Wasserpark-Bienen“ auch in den fünf parkeigenen Hotels genutzt. „Vielleicht müssen dann in Zukunft auch unsere Köche während ihrer Ausbildung einen Abstecher zum Bienenpavillion machen. So können sie sehen, wo der Honig herkommt “, schmunzelt der Leiter der Europa-Park Gärtnerei.

Funfact: Der Bienenpavillion stellt das erste eigene Projekt von Ann-Kathrin Mack dar. Sie ist die Tochter von Marianne und Roland Mack und hat in Konstanz Architektur studiert. Auch bei dem sechsten Erlebnishotel „Krønasår“ hat die 28-Jährige sehr viel mitgestaltet – unter anderem die Einrichtung der Zimmer. Hier lest ihr schon bald mehr dazu auf dem EP-BLOG!

Das Bienenpavillon – Heimat von rund 400.000 Bienen

Ästhetik ist ein bedeutender Faktor

Was ist Ökologie und wie kann man sie am besten präsentieren? Diese Fragen haben sich auch die acht Mitglieder der Arbeitsgruppe rund um Ann-Kathrin Mack und Jürgen Sedler gestellt und bemühen sich seither bei den Ausgleichsmaßnahmen im selben Zug auch noch etwas für das Auge zu bieten – Ökologie trifft Gestaltung. So kommt es, dass die Bienen in einem wunderschönen Pavillon zu Hause sind oder Eidechsen eine Rundfläche bewohnen, die mit Sand aufgefüllt und von großen Granitbruchsteinen umrandet wurde. Schön und praktisch zugleich: Die Tiere finden hier Nahrung, Brutstätte und Schutz. Ein besonderer Hingucker dabei: In der Mitte des Eidechsenbiotopes befindet sich eine alte Baumwurzel, die direkt von einem Baum aus dem Europa-Park stammt.

Eidechsenbiotop deluxe: eine alte Baumwurzel ziert das Herz des Biotops

Doch nicht hier taucht der Aspekt der Nachhaltigkeit auf. Aktuell werden alle Aushubmaterialien von den Grabungen als Hügel aufgeschüttet und markieren somit den Außengürtel der Wasserwelt. Doch nicht nur rund um „Rulantica“ kann man „Biologie im Klassenzimmer draußen“ erleben. Auch im Europa-Park selbst mit über 5.000 Bäumen in 300 verschiedenen Arten und Grünflächen wie im Bereich „ARTHUR – Königreich der Minimoys“, kann man erleben, was für ein Biotop Deutschlands größter Freizeitpark ist.

„Wir kennen die Natur rund um den Europa-Park bis auf den letzten Grashalm  und das Unternehmen war schon immer bereit in diesen Bereich zu investieren“, erzählt Sedler stolz.

Ihr möchtet alle Naturwunder im Europa-Park auf einem Fleck zum immer wieder anschauen haben? Kein Problem, dann holt euch am besten das Buch „Naturschätze im Europa-Park“ in unserem Online-Shop.

Also ihr lieben Forscher und Entdecker da draußen: Wenn ihr nach einem erlebnisreichen Tag in „Rulantica“ oder dem Europa-Park immer noch nicht genug habt, dann begebt euch doch auf Entdeckungsreise durch die Naturwunderwelt rund um „Rulantica“ und bestaunt noch viele weitere Projekte, wie beispielsweise die Fischtreppe, die den Rahmen dieses Artikels eindeutig gesprengt hätten.

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