Bohrungen für Batavia

Nicht nur auf der „Rulantica“-Großbaustelle geht es flott voran. Auch im Herzen des Europa-Park lassen dutzende fleißige Hände den Skandinavischen Themenbereich und die „Piraten in Batavia“ wieder auferstehen. Dabei kommt auch echte Hightech zum Einsatz! Warum eine Tunnelbohrmaschine der Herrenknecht AG anrücken musste, damit die Piraten 2020 wieder in See stechen können, erfahrt ihr hier.

Eine Illustration zeigt, wie die Fassade der "Piraten in Batavia" künftig aussehen wird
Eine Illustration zeigt, wie die Fassade der „Piraten in Batavia“ künftig aussehen wird

Zu viel Wasser für die Piraten
Der Europa-Park liegt idyllisch eingebettet inmitten des Rheintals. Die Nähe zum namensgebenden Fluss bringt jedoch auch einen verhältnismäßig hohen Grundwasserspiegel mit sich. Die „Piraten in Batavia“ wären als Themenfahrt ohne Wasser zwar nicht vorstellbar – zu viel davon, ist aber auch nicht gut. Deshalb muss erst einmal das Grundwasser im Erdreich künstlich abgesenkt werden. Damit es abgepumpt werden kann, musste jedoch erst ein Tunnel angelegt werden. Die Firma Herrenknecht, die im gleichen Jahr wie der Europa-Park gegründet wurde, liefert maschinelle Vortriebstechnik für Tunnelbauprojekte in der ganzen Welt  – für Piraten hat der baden-württembergische Konzern aus Schwanau jedoch noch nie gebohrt. Der Schweizer Gotthard-Basistunnel ist beispielsweise durch deren Tunnelvortriebsmaschinen errichtet worden. Die Technik und die Experten aus Schwanau sind nicht nur für XXL-Tunnel im Einsatz, sondern auch bei kleinen oder mittelgroßen Ver- und Entsorgungstunneln. Der unterirdische Entwässerungskanal der „Piraten in Batavia“ hat zwar kleinere Dimensionen. Der Bohrer, der zum Einsatz kam, hat trotzdem beeindruckende Zahlen vorzuweisen.

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High-Tech unter den Europa-Park Werkstätten
Die High-Tech-Maschine vom Typ AVN600 hört auf den Namen M-1972M. Mit 15 Tonnen hydraulischem Druck fraß sich der Bohrkopf die 32 Meter lange Strecke durch den Untergrund. Während oberhalb die Handwerker in den Europa-Park Werkstätten ihre Arbeit vollzogen, zermahlte der rote, rotierende Bohrkopf – ähnlich einer Kaffeemühle – das anstehende Gestein. Wasser wurde unter Druck zugeleitet, um das gelöste Gestein direkt abzusaugen und Zentimeter für Zentimeter vorwärts zu kommen. 14 Meter war die längste Strecke, die der durchschlagskräftige Bohrer pro Tag schaffte. Nach rund 72 Stunden war die Etappe schließlich gemeistert. Die High-Tech-Baumaschine mit einem Durchmesser von 78 Zentimeternkam kam exakt an der zuvor berechneten Austrittsstelle wieder zum Vorschein.

Ein kleiner Schritt für eine Tunnelbohrmaschine – ein großer Schritt für die Rückkehr der „Piraten in Batavia“!

Mission complete! Drei Tage und 32 Meter später kommt der mechanische Maulwurf wieder zum Vorschein (Fotoquelle: Herrenknecht AG)
Mission complete! Drei Tage und 32 Meter später kommt der mechanische Maulwurf wieder zum Vorschein (Fotoquelle: Herrenknecht AG)
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